Zur Geschichte der katholische Kirche "Maria Rosenkranzkirche" in Klietz

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges waren aus der Heimat im Osten z.B. aus Danzig, Schlesien, Sudetenland viele Katholiken geflohen oder vertrieben und hatten sich u.a. in Klietz und anderen Orten des Elb-Havel-Winkels niedergelassen.

Die ersten Gottesdienste fanden 1945 in der Alten Schule in Klietz und in anderen auch privaten Notunterkünften statt. Dabei wurde u.a. auch der ehemalige Saal der Gaststätte Herms genutzt.

Ab 1950 konnte der katholische Gottesdienst in der wiederhergestellten evangelischen Kirche stattfinden. Im gleichen Jahr wurde der Seelsorgebezirk Klietz in eine Kuratie mit eigener Kirchenbuchführung umgewandelt. Durchschnittlich waren es 150 Kirchenbesucher.

Im Jahre 1952 konnte eine Wiese als Bauland von Frau Engelmann in Klietz zur Errichtung einer katholischen Kirche erworben werden. Im gleichen Jahr wurde auch der Kauf einer freitragenden Werkbaracke aus Privathand möglich. Mit vielen freiwilligen Helfern und unter schweren Bedingungen wurde die Baracke zerlegt, umgesetzt und auf einem Steinsockel aufgestellt. 1953 war so ein neues Marienheiligtum zwischen Elbe und Havel entstanden mit einer Sakristei, einem Unterrichts- und Gemeinderaum. Die Einweihung erfolgte am 15. August 1953 durch den Bischof Dr. Rintelen aus Magdeburg. Die Kirche erhielt aus dem Westen eine in Eiche geschnitzte Madonnenfigur eines niedersächsischen Meisters um 1470.

Im Jahre 1954 erfolgte auch mit vielen freiwilligen Helfern der Bau des Pfarrhauses neben der Kirche. 1955 wurde der hölzerne Glockenturm errichtet, von dem viele Jahre regelmäßig das Glockengeläut im Dorf erklang.

Die Aufbauarbeit erfolgte unter der Leitung des katholischen Pfarrers Reinhold Schmidt, der 1948 durch den Bischof als Seelsorger der katholischen Kuratie Klietz eingesetzt war und bis zu seinem Lebensende im Jahr 1980 wirkte. ZU seinem Pfarrbezirk Klietz gehörten 60 Orte.

Hervorzuheben ist die große materielle und finanzielle Unterstützung für den Bau der Kirche und des Pfarrhauses aus Paderborn.

Im Jahre 1989 fand das erste Bürgerforum in der katholischen Kirche statt. Dann erfolgte der Runde Tisch. Auf Initiative des katholischen Pfarrers wurde am 04.04.1990 die Freie Wählergemeinschaft im "Haus am Eck" gegründet. Der katholische Pfarrer Schade wirkte als Vorsitzender der Wählergemeinschaft bis zu seiner Versetzung.

Im laufe der Jahre erfolgten in der Kirche Renovierungsarbeiten zu ihrer Erhaltung und weiteren Nutzung.

 

Gottesdienst jeden Samstag 16.30 Uhr.

 

Besichtigungen nach Anmeldung bei Frau Blümner im Pfarrhaus

 

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