Die Klietzer Bockwindmühle

 

1870

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die 1870 auf dem Klietzer Mühlenberg erbaute Bockwindmühle brannte in der Silvesternacht ab. Eine Brandursache wurde nie gefunden. Der damalige Müllermeister, Hermann Seeger, ließ an gleicher Stelle von Mühlenbauern aus Tangermünde eine neue Bockwindmühle errichten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1880

Die wieder aufgebaute Mühle wird fertig gestellt.

1919

 

Hermann Seeger verkauft die Mühle an den aus Berlin stammenden Müllermeister Friedrich Mangelsdorf.

1922

Friedrich Mangelsdorf stirbt im September.

1925

Müllermeister Otto Hartstock erwirbt die Bockwindmühle von der Witwe Mangelsdorf.

1930

 

 

In den Jahren seit 1925 erfolgen umfangreiche Instandhaltungsarbeiten. 1930 läßt Müllermeister Hartstock einen elektrischen Anschluss verlegen und einen Elektromotor einbauen.

1946

Nach dem Ableben des Müllermeisters übernimmt Walter Kurth die Mühle.

1952

 

Am 30 November dreht sich der Mühlenflügel zum letzten Mal. Die Mühle wird stillgelegt.

Die Mühle verfällt zusehends.

1994

 

 

Im November können durch Mithilfe der Bundeswehr das Kammrad, die Flügelstutzen und andere Geräte ausgebaut und in Räumen des früheren Forstbetriebes eingelagert werden. Es bildet sich eine Arbeitsgruppe als Interessengemeinschaft zur Erhaltung der Klietzer Bockwindmühle. Es beginnt eine Spendensammlung.

1995

Die Gemeinde Klietz erwirbt das Objekt. Und das Grundstück vom Bundesvermögensamt

1996

 

Die Mühle wird durch die Denkmalschutzbehörde und das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt mit der Auflage der Wiederherstellung als „Technisches Denkmal“ bestimmt.

1997

 

Zum Schutz gegen Verwitterung sorgen örtliche Firmen für ein provisorisches Dach. Ein Ablaufplan zur Wiederherstellung der Mühle wird gemeinsam mit dem Mühlenbauer Zecher aus Wittenburg erarbeitet. Der Gemeinderat plant dazu die entsprechenden finanziellen Mittel ein.

1999

 

Am 14. April erhält die Gemeine 80000 DM aus den Mitteln der Lotto-Tot-Gesellschaft für die Instandsetzung der Mühle.

2000

 

 

Der Mühlenbock, die Streben und Schwellen werden saniert. Beginn des Aufbaues eines Dachstuhls und Aufbringung der Dachschindeln. Die Außenhaut (Kleid) wird mit 6,80 m langen Brettern erneuert.

Seit 2000 veranstaltet der Heimatverein an jedem 2. Pfingstfeiertag den Mühlentag.

2002

Beide Böden werden gedielt. Der Innenausbau wird weitergeführt. Das Podest wird erneuert.

2003

 

Der Holzwurmfraß wird mit einer Hitze3bhandlung bekämpft. Der Innenausbau geht weiter. Zur Begehbarkeit der Mühle wird eine neue Treppe angebracht.

2004

Die Mühlenflügel werden montiert. Der Stertz erhält eine Abdeckung und einen Schrick.

2008

 

Nach 54 Jahren drehen sich die Mühlenflügel erstmals wieder am 2. Pfingstfeiertag (Weltmühlentag).

Die Flügel drehen sich mit Wind- und Motorkraft. Besucher können den Werdegang vom Getreide zum Mehl miterleben.  » Video

 

Vor allem für Schulklassen und die Gäste des Schullandheimes, aber auch für Touristen ist die Klietzer Bockwindmühle bereits zu einem sehenswerten und interessanten Objekt geworden.

Eigentümer der Mühle: Gemeinde Klietz, Rathenowerstraße 4a, Tel.: 03 93 27/ 2 38

Besichtigung:

Gemeindebüro. 03 93 27 / 2 38 oder per email: gemeinde@klietz.com

 

Führungen:

Herr Rüdiger Sigmund, Tel.: 03 93 27 / 9 34 22

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